Was ist Jiu-Jitsu?

Mit Jiu-Jitsu bezeichnet man vor allem die waffenlosen Selbstverteidigungstechniken der Samurai der Tokugawa Ära (1600-1868). Jedoch sind die Ursprünge des Jiu-Jitsu noch älter. Die bekannteste, älteste Schule ist die Takenouchi Ryû, die 1532 von Takenouchi Hisamori gegründet wurde. Weitere bekannte alte Schulen sind zum Beispiel die Daitô Ryû, die Kyushin Ryû, die Sekiguchi Ryû oder die Tenjin Shinyo Ryû. Die Ursprünge der Tenjin Shinyo Ryû gehen zurück auf den Arzt Akiyama Shirôbei, der während der Ming Dynastie (1368-1662) in China Medizin studierte. Zurück in Japan wollte er mehr Techniken erlernen und zog sich dafür in den Dazai-Tenjin Tempel zurück. Der Überlieferung zufolge war es Winter und, als am 21. Tag ein Schneesturm einsetzte, sah er in den Garten und bemerkte, dass die Äste der vermeintlich starken Bäume unter der Last des Schnees gebrochen waren. Einzig die Weide blieb unversehen, weil sie sich durch ihre Elastizität und Geschmeidigkeit dem Schneesturm widersetzte. Durch diese Erkenntnis führte er das Prinzip des „Jiu“ in die Kampfkünste ein. 
Im klassischen Jiu-Jitsu werden die unterrichteten Techniken in vier Bereichen gelehrt. Diese sind 
1. Randori, ein Freikampf, bei dem versucht wird den Gegner durch werfen zu Fall zu bringen und am Boden festzuhalten. 
2. Kata, sind Bewegungsformen, bei denen die Angriffe und Verteidigungsformen festgelegt sind.
3. Atemi, sind Angriffe auf die „vitalen Punkte“ des Körpers durch Tritt- oder Schlagtechniken, um den Gegner auszuschalten oder zu Boden zu bringen. Und
4. Kuatsu oder Kappo, wobei versucht wird, die durch die während des Trainings verursachten Verletzungen zu lindern.